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Tim Oelschlegel

Der Helm schützt Tim, aber wer hilft ihm?

Tim will kommunizieren, aber er weiß nicht wie. FOTO: CAB

VON CHRISTA BURKHARDT

Am 17. Februar 2007 stellte die Neue Presse unter dem Titel ?Der Helm schützt Tim, aber wer hilft ihm??, ihren Lesern den zweieinhalbjährigen Tim Oelschlegel vor. Der autistische Junge und seine sechsköpfige Familie warten immer noch auf therapeutische Hilfe.

?Die Reaktion auf diesen Artikel war überwältigend?, freut sich Tims Mutter Bianca. ?Bei uns haben sich sehr viele Menschen gemeldet und uns Mut gemacht und ihre Erfahrungen mit ihrem autistischen Kind mit uns geteilt.?

 

Therapeutisch allerdings wartet die Familie nach wie vor auf Hilfe. ?Anfang März sagten uns in kürzester Zeit fünf Therapieeinrichtungen ab?, sagt die Mutter. ?Da waren wir am Boden zerstört.? Die einen liegen räumlich zu weit entfernt, andere therapieren ausschließlich Kinder, die sich verständlich machen können, lauteten die Begründungen. ?Aber genau das soll Tim doch lernen, dafür brauchen wir ja gerade Hilfe?, sagt Bianca Oelschlegel.

 

Aber auch solche Rückschläge sind für die Familie kein Grund zu resignieren. ?Letzte Woche hatte Tim seine erste Reitstunde, und einige Tage später Besuch von einer herzensguten Golden-Retriever-Dame. Der Kontakt mit Tieren ist für Tim zwar sehr anstrengend, aber er tut ihm gut?, sagt die Mutter. Sowohl die Reittherapie in Meschenbach als auch die Hundetherapie will die Familie künftig beibehalten.

 

Und das, obwohl der Anfang, wie jede neue Aktivität mit und für Tim, sehr turbulent war. Tim brüllte im Reitstall und wollte weder mit der ungewohnten Umgebung noch mit dem Pferd etwas zu tun haben. Knapp eine Stunde dauerte es, bis Tim sich - eher widerwillig - in den Sattel heben ließ. ?Je länger er dann aber ritt desto ruhiger wurde er?, erinnert sich Bianca Oelschlegel. Und er konnte das Gleichgewicht mit jedem Schritt besser halten.

 

Die Golden-Retriever-Dame Eika besuchte Tim am Freitag zum zweiten Mal. Und diesmal gab es kaum noch Berührungsängste wie vor einer Woche. Da sah Tim den Hund und brüllte. Wieder weniger aus Angst vor dem Hund an sich als aus Angst vor dem Ungewohnten, Unbekannten. Erst nach einer Nerven aufreibenden Dreiviertelstunde beruhigte er sich auf dem Schoß seiner Mutter. Dann kam Lea. Tims viereinhalbjährige Schwester Lea. Und die fand Eika großartig, kraulte sie, schmuste und spielte mit ihr. Tim schaute zu. Und nach einer Weile wollte auch er Eika streicheln und Bälle für sie werfen. Tim blühte auf, lachte und lief mit Eika um die Wette.

 

Und als Tim, der nicht sprechen kann, den nächsten Ball warf, zählte er: ?Ein, sei, dei.? Der Ball flog, Eika rannte, und Tim lachte sein lautes, glockenhelles Tim-Lachen.

 

Und noch eine dritte Möglichkeit tat sich ganz unverhofft auf. Familie Oelschlegel bekam einen Anruf aus der Ukraine. Von 27. Juli bis 11. August kann Tim auf der Krim eine 14-tägige Delfintherapie machen. Kosten: rund 6000 Euro.

 

Auch wenn dafür noch viel vorzubereiten ist und eine erhebliche Summe fehlt, soll Tim diese Chance unbedingt bekommen. Die Gemeinde Untersiemau will helfen, und der TSV Scherneck veranstaltet am Pfingstsonntag, 27. Mai 2007, ein Gaudi-Fußballturnier zu Tims Gunsten. Viele Leser der Neuen Presse haben mit aufmunternden Worten und auch Spenden bereits geholfen.

 

Wer Tims Entwicklung mitverfolgen will, kann dies im Internet tun. Denn Bianca Oelschlegel hat für ihren Sohn eine eigene Homepage gestaltet. Unter www.autismus-tim.de kann jeder Tim und seine Krankheit noch besser kennen lernen.

 

Außerdem hat die Familie ein Spendenkonto eingerichtet: Raiffeisenbank Itzgrund, BLZ: 770 918 00, Konto: 103 800 512 Stichwort: Delfintherapie für Tim Oelschlegel. Die Neue Presse wird Tims Entwicklung begleiten und ihre Leser auf dem Laufenden halten.

 

Lesen Sie dazu auch:

 

Der Helm schützt Tim, aber wer hilft ihm?

 

Kontakt zur Famile von Tim

 


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Was ist Autismus?

Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung. Betroffene haben große Schwierigkeiten, mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen und zu kommunizieren. Insbesondere beim frühkindlichen Autismus ist die kindliche Entwicklung in vielen Bereichen verzögert.

 

Das Kind lernt zum Beispiel spät laufen, spät oder gar nicht sprechen, hat kein Interesse an Spielkameraden und spielt mit üblichen Spielsachen auf sehr eigenwillige Weise.

 

Viele Kinder scheuen den Blickkontakt, wollen nicht berührt werden und entwickeln schon in frühen Jahren verschiedene Stereotype und Eigenheiten. Läuft nicht alles in den gewohnten Bahnen, reagieren Autisten häufig mit heftigsten Wutanfällen, bei denen sie sowohl eine unglaubliche Kraft als auch ein hohes Maß an Aggression sich selbst gegenüber (sich schlagen oder beißen) zeigen.

 

Autismus ist keine einheitliche Krankheit. Es gibt viele Erscheinungsformen und Ausprägungen. Das macht die Diagnose schwierig und eine sehr individuelle Therapie erforderlich.

 

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